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Barraux - Les Marches

Karte
Dénivelé
Streckenlänge 9.0km
Dauer 2h30
+ 173m
- 208m
Beschreibung
Barraux

Während dieser Etappe gibt es keine durchgehende Markierung ; nur die gelbe Markierung in unregelmäßigen Abständen. Sie verlassen Barraux über die D9f und biegen an der ersten Gabelung nach links ab Richtung Friedhof. Folgen Sie der Asphaltstraße 1 km. An der Stelle mit Namen La Cuiller gehen Sie geradeaus weiter. Die Asphaltstraße wird zu einem Fahrweg, der durch den Wald führt.

Servette

An der Kreuzung meiden Sie den Weg nach rechts und verfolgen Ihren Weg geradeaus, auch wenn dieser eine leichte Biegung nach links nimmt, gefolgt von einer leichten Kurve nach rechts (meiden Sie ebenfalls den von links kommenden Weg). Ihr Weg biegt dann abrupt nach rechts ab (Unterbrechung des markierten Weges auf diesem Privatbesitz) und trifft dann auf die Departementalstraße D590A. Links abbiegen. Rechts schöner Blick auf den Berg « La Savoyarde » und das savoyische Weinanbaugebiet. Links der Blick auf den Berg « Le Granier ».

Chapareillan

Durchqueren Sie Chapareillan - immer geradeaus Richtung Norden auf der D590A. Brunnen und Waschplätze im Dorf. Der lokale Weg, dem Sie folgen müssen, ist durch mehrere gelbe Markierungen angezeigt. An der Gabelung mit der Weinpresse nehmen Sie die Straße nach rechts bis zum "Chemin des Clayettes“ und biegen dort nach rechts ab. Achtung! Überqueren Sie die Nationalstraße N90 und nehmen dann die Asphaltstraße gegenüber bis zum Wegweiser "Pont Richard“. 

Pont Richard

Ab dem Wegweiser "Pont Richard" gehen Sie links Richtung "Les Marches" und überqueren den Bach. Hier auf der Brücke verläuft die Grenze der Departements Isère und Savoie. Ende der Asphaltstraße und Beginn eines Fahrweges. An der nächsten Kreuzung meiden Sie die gelben Markierungen und gehen geradeaus. Unterqueren Sie die Hochspannungsleitung und folgen dem Hauptweg rechts durch die Weinfelder. Sie kommen am Weiler "Mure“ an.

Mure

 Am Ende des Weges wenden Sie sich nach links und direkt danach – am Wegweiser "Murs“ - nach rechts Richtung "Les Marches“. An der nächsten Kreuzung meiden Sie den Weg nach links und gehen geradeaus weiter. Folgen Sie der gelben Markierung nach links. Verlassen Sie die Felder und folgen dem Weg durch den Wald.

La Forêt

An der nächsten Kreuzung mit dem Wegweiser "La Forêt“ biegen Sie links ab; die gelbe Richtungsmarke "Les Marches“ fehlt hier. Folgen Sie dem Weg, der den Wald verlässt und gehen Sie mitten durch die Felder. Kleine Steigung, gesäumt von alten Maulbeerbäumen. 

Les Marches

Am Friedhof angekommen, biegen Sie links ab Richtung Ortsmitte. Richtung Kreisverkehr der Wegweiser "Les Marches – Le Bourg“. Hier, bei der Bank, beginnt die nächste Etappe Richtung Lac Saint-André und Chambéry. 

Kulturerbe

LES MARCHES

 
Les Marches ist ein Ort am Kreuzungspunkt großer Verkehrsachsen als da sind: Das Tal des Grésivaudan, die Combe de Savoie und die Cluse de Chambéry, an der Grenze zwischen Dauphiné und Savoyen. Die Gemeinde liegt im Tal des Grésivaudan (auch Isèretal genannt), da dieser Fluss das Tal durchfließt.
 
Die letzte große Eiszeit hat vor 13000 Jahren auf dem Gebiet von Les Marches eine für das Alpenquartär typische Oberflächengestalt hinterlassen: Glazialmoränen, die die „Seuil des Marches“, die Les Marches-Schwelle bilden.
 
Ab dem III. Jh. beginnt eine Zeit der Unruhen, die der Christianisierung Vorschub leistet: Verkünder des Evangeliums vom Bistum Grenoble, das im IV. Jh. gegründet wurde, gründen schon bald den Pfarrbezirk Saint Maurice des Murs, Vorgänger der heutigen Pfarrgemeinde Les Marches. Auch das Dekanat von Saint-André wurde zwischen dem V. und IV. Jh. gegründet. Dieses Dekanat war eine Unterabteilung der Diözese von Grenoble. Saint-Andre ist heute eine kleiner Weiler der Gemeinde Les Marches ohne eine Kapelle oder Kirche, die beide beim Erdrutsch des Granier 1248 zerstört wurden, als sich eine 7 km breite und 11 km lange  Schlammlawine vom Berg löste, Die gesamte Region wurde hierbei verwüstet und zahlreiche Ortschaften verschwanden. 500 Millionen Kubikmeter Erdrutsch bildeten eine Decke von bis zu 140 m Stärke. Das verwüstete Gebiet trägt seither den Namen „Les Abymes“. Hauptmerkmal dieses Bodens ist das Vorhandensein großer Kalksteinblöcke, „La Pierre hachée“ (Steintrümmer). Hier wurden seit den 70er Jahren die Weinberge angelegt.
 
Ab dem XII. Jh. tritt die Dynastie der Grafen von Savoyen auf den  Plan. In Rivalität mit der gleichfalls in Expansion befindlichen Dauphiné stehend, beschließt die Familie von Savoyen, ihre Stellungen zu befestigen, insbesondere im vor kurzem vom Granier verwüsteten Bereich. Amédée V le Grand (1285-1323) ließ einen befestigten Marktflecken anlegen, um die Südgrenzen Savoyens zu verteidigen. Der Logik folgend, nannte man diese Grenze „die Schwelle von Les Marches“, der zum heutigen Namen des Ortes führte.
 
Als Hochburg des Katholizismus zu Beginn des XVIII. Jh. hat Savoyen doch auch eine nicht unbedeutende protestantische Minorität in zwei unterschiedlichen Regionen: In den Waldensertälern des Piemont und im Genfer Gebiet. Geeint im Calvinismus, der unter dem kulturellen und militärischen Einfluss Berns und Genfs (und Guillaume Farels) das Waldensertum absorbierte, leben diese Reformierten an einer „Front des Katholizismus“; das Königreich Frankreich und die ultra-katholischen, spanischen Besitzungen (Franche-Comté, Raum Milano, Österreich) auf der einen Seite und die Schweiz oder das im großen und ganzen protestantische, germanische Kaiserreich auf der anderen. Sie befinden sich also in einer schwierigen Lage und in einer Zeit, die das Wort Toleranz nicht kennt, können sie nur Opfer von Konfrontation und Unterdrückung sein.
 
1533 hat sich die Reform in Genf durchgesetzt. Die militärische Niederlage des Herzogs von Savoyen Charles III 1536 gegen die Berner, Genfer und Franzosen stellt ihren Erfolg sicher und sie findet ihren festen Platz im Süden und Westen des Genfer Sees. Der Einfluss der Ideen Calvins und Farels greift über auf Chambéry und die Maurienne.

 

Als Grenze des Tal wurde Les Marches Opfer aller Invasionen: Einfälle 1536 und 1559 von Seiten der Dauphiné, anschließend Invasion der Truppen François‘ I; 1600 französische Invasion durch Truppen von Henri IV; 1630 Richelieu; 1690 bis 1696 und dann von 1703 bis 1713 französische Besetzung; 1742 bis 1749 spanische Besetzung; 1792 Einzug der, französischen Revolutionstruppen in Les Marches. Die Grenze (und damit die der Gemeinde) änderte sich mit den Verträgen: Vertrag von Paris 1355; Abkommen von 1433; Vertrag vom 27. April 1672 von Saint-Germain-en-Laye; Vertrag von Turin vom 24. März 1760; Vertrag von Paris von 1815.
 
Das Schloss von Les Marches ist eine mittelalterliche Festung in der Combe de Savoie an der Grenze von Savoyen zur Dauphiné und in der Gemeinde Les Marches. Zunächst Burggrafschaft (und ab 1682 Marquisat), die  den Marktflecken Les Marches, Myans und Chacusard umfasste, wurde Les Marches nach und nach in zwei Pfarrgemeinden und dann in zwei Gemeinden aufgeteilt. Man musste warten auf 1881, dass der Ort sich in zwei Gemeinden aufspaltete; Les Marches und Myans.
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